Jahresbericht 2017

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Bild: Thomas Halbherr (Leiter Arbeitsbereich Substitutionsbehandlung, Clean Bregenz), Michael Willis (Chefarzt der Stiftung Maria Ebene), Heidi Achammer, (stv. Leiterin SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe) und Günter Amann (Verwaltungsdirektor Stiftung Maria Ebene)

Am Montag, den 9. April 2018 lud die Stiftung Maria Ebene zu ihrer jährlichen Bilanz-Pressekonferenz in die SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe nach Götzis ein. Erstmals unter der neuen Krankenhaus-Leitung von Primar Dr. Michael Willis präsentierten die Teilnehmer die Eckdaten des zurückliegenden Geschäftsjahres 2017 und gaben gleichzeitig einen Ausblick auf die Schwerpunkte des laufenden Arbeitsjahres. „Dieses steht 2018 unter dem Generalthema ‚Clean – abstinenzorientierte Suchtarbeit‘, nachdem zwei der drei Suchtberatungsstellen Clean, nämlich jene in Bludenz und Bregenz, 2018 auch ihr 25-jähriges Jubiläum feiern“, informierte Primar Willis. Verwaltungsdirektor Mag. Günter Amann erläuterte die wesentlichsten Zahlen und Fakten aus dem Jahresbericht 2017: „Insgesamt verzeichneten die stationären Einrichtungen der Stiftung Maria Ebene – also das Fachkrankenhaus sowie die Therapiestationen Carina und Lukasfeld – mit 94 Prozent eine leicht höhere und somit erneut überaus hohe Auslastung. In absoluten Zahlen bedeutet dies 609 stationäre Patienten und weitere 1.158 ambulante Fälle.

Personalbereich bleibt Herausforderung
„Die Bestellung von Dr. Willis als Nachfolger von Langzeitprimar Dr. Haller bildete 2017 eine wichtige Weichenstellung, die von vielen Seiten mit großem Interesse verfolgt und mit seinem Dienstantritt zu Jahresbeginn erfolgreich abgeschlossen wurde“, so Amann weiter, „Willis verfügt als Facharzt für Psychotherapie und psychotherapeutische Medizin und vor allem durch seine mehrjährige berufliche Erfahrung an der Spezialambulanz für Abhängigkeitserkrankungen über ein vertieftes Wissen im Bereich der illegalen Drogen. Substitutionstherapien, die medikamentöse Behandlung und der Umgang mit Suchtpatienten sind und waren Teil seiner täglichen Arbeit. Er verfolgt den abstinenzorientierten Ansatz ebenso wie die drei Cleans und fügt sich so ideal in die Stiftung Maria Ebene ein.“ Eine weitere wichtige Nachfolgeregelung konnte auch für die Therapiestation Carina getroffen werden: Dem mit Ende März 2018 pensionierten langjährigen Leiter der Einrichtung, Johannes Rauch, folgt Mag. Anja Burtscher nach. Für den Personalbereich zeigt der Jahresbericht 2017 weiter, dass die steigenden Zahlen an Behandlungsfällen und Klienten in allen Bereichen mit nahezu demselben Personalstand wie im Vorjahr bewältigt wurden, nämlich mit rund 87 Vollzeitstellen im Krankenhausbereich sowie zirka 27 Stellen in den Beratungsstellen. Das Thema Personal wird die Stiftung Maria Ebene aber weiterhin beschäftigen: Einerseits ist nahezu ein Drittel der Beschäftigten schon länger als 16 Jahre bei der Stiftung tätig, davon acht Prozent sogar länger als 25 Jahre – was als positiver Beleg für die Zufriedenheit des Personals mit ihrem Arbeitgeber gilt. Andererseits sind mehr als 50 Prozent der Mitarbeiter älter als 50 Jahre. Eine gewisse Pensionierungswelle für die nächsten Jahre ist damit absehbar. „Gerade bei Fachärzten bzw. dem qualifizierten Pflegepersonal und vor dem Hintergrund eines allgemeinen Ärztemangels sehen wir hier eine große Herausforderung für die Zukunft“, analysiert Primar Willis. Abseits organisatorischer Aufgaben nennt Willis den Abbau der Stigmatisierung von Abhängigkeitserkrankungen sowie den Zugang zu Therapien für Suchterkrankte weiter zu erleichtern als zukünftige Allgemeinziele für seine Arbeit im Vorarlberger Kompetenz- und Behandlungszentrum für Suchterkrankungen.